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Nicht wirklich überzeugend
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Grundrechte. Staatsrecht II (Taschenbuch) Ich hatte den Pieroth/Schlink im Studium durchgearbeitet und eigentlich als gutes Buch in Erinnerung. Jetzt habe ich ihn für die Grundrechte-AG nochmal zur Hand genommen, um ein paar weiterführende Hinweise heraus zu suchen. Und da war ich einigermaßen entsetzt. Negativ fiel mir zunächst die Distanz/Desillusionierung zur Methodik auf, wenn gesagt wird, daß letztlich im Verfassungsrecht die eigenen politischen Anschauungen zum Maßstab der Auslegung gemacht würden. Auch entziehe sich die Zulässigkeit der Verfassungsbeschwerde der rationalen Begründung, da das BVerfG sowieso entscheide, was es entscheiden wolle. Letzteres kann man gerne kritisieren, insofern handelt das BVerfG dann eben falsch. Aber dies als Ergebnis für die studentische Fallbearbeitung zu präsentieren, halte ich für desaströs. Da versucht man den Studierenden zu erklären, daß Jura keine Geheimwissenschaft oder bessere Prosa ist, und dann steht im P/S, daß alles möglich sei. Hauptsache es wird gut gelabert.

Die Darstellung der einzelnen GrundR erfolgt klar gegliedert. Beim Schutzbereich der Versammlungsfreiheit vertreten P/S jedoch eine Mindermeinung, ohne daß dies aus dem Text deutlich wird. Dies ist grundsätzlich kein Fehler des Buches, bei einem Lehrbuch jedoch nicht glücklich.

Die allgemeinen Grundrechtslehren sind dann aber wirklich der Kracher: Didaktischer Wahnsinn ist die Schwerpunktsetzung. Das Verhältnismäßigkeitsprinzip wird gefühlt genauso breit dargestellt, wie das Verbot des Einzelfallgesetzes. Die großen Linien in der Rechtfertigung von Eingriffen (Schranke, Schranken-Schranke) werden nicht deutlich gemacht. Ich habe mich immer gefragt, wie das jmd. aus dem 2. Semester verstehen soll. Wenn P/S selbst den "Tip" geben, sich dies zu Beginn des Studiums zu sparen, wird dies natürlich nachvollziehbar. Der erste Teil soll gar nicht von einem Zweitsemestler verstanden werden. Ohne allgemeine Grundrechtslehren wird es jedoch mit dem Verständnis der Grundrechte schwierig.

Das Buch bietet also zu den einzelnen Grundrechte Standardkost, aber daß ist wohl auch nicht wirklich schwierig gewesen in einer 25. Auflage.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 30. Mai 2010
Kundenrezensionen:
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1. Eine Überlegung wert ... aber eine gründliche
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